Ein Doppelabend mit dem Artikulationsversuch “Wir schlagen die Natur entzwei” und im Anschluss die
Szenische Küchenlesung mit Jazzkommentar nach Texten von Daniil Charms

Zum Stück:
Daniil Charms, einer der unbestritten grandiosen Autoren des frühen absurden Theaters, hat uns einige Bände seiner Kurzgeschichten überlassen. Eine Auswahl seiner Texte, zusammengestellt von den beiden Akteuren selbst und mit eigener Musik kommentiert und unterbrochen, zeigen dem Publikum den Alltag – nicht nur im damaligen Russland, dicht am Abgrund des Wahns und der Poesie !
Die beiden Musiker und Schauspieler A.Ernst und W.Brunngräber arbeiten seit 5 Jahren zusammen – zuletzt in einer Russisch inspirierten Eigenproduktion „Männer.Liebe.Strandgut“. In der Küche bei Charms wird sich viel gestritten, um Kleinigkeiten zumeist wie Wodka, Krümel, abwesende Frauen, Weltpolitik. Und oft geht einer von beiden zu Bruch unterm Küchentisch. Schade eigentlich, denn nun hat der Andere keinen mehr zum streiten. Jazzkommentar, und weiter geht’s. Dass die beiden Protagonisten sich gegenseitig brauchen wie die Luft zum atmen, ist allen klar, nur ihnen selbst nicht.
Es erwarten sie 75 Minuten absurden Musik- und Küchentheaters. Mannfrau kann es ernst nehmen und neurologische Abgründe erforschen. Fraumann kann es komisch nehmen und einen drauf heben. Mannfrau kann es nehmen, wie es kommt.
Wie sieht es hinterher aus? Die Sonne scheint, und es hängt was im Gestrüpp…
Akteure: Alexander Ernst, Jena liest, singt, spielt Accordeon Werner Brunngräber, Erfurt liest, singt, spielt Saxofon
Texte: Daniil Charms, Russland Afang des 20. Jh
Produktion: Theaterdepot WERST