Gastspiele
Medea nach Heiner Müller

Liebe, Flucht, Verrat, Intrigen, Mord und Verzweiflung. Medea ist eine
der unergründlichen Frauengestalten der antiken Mythologie. In gutem
Glauben setzt sie ihre Zauberkraft ein und wurde übel dafür bestraft.
Heiner Müller nimmt mit der Tragödie von Jason und Medea den Kern des
altgriechischen Argonautenmythos auf. Als junge Frau entbrennt Medea in
heißer Liebe zum Argonauten Jason. Von ihm wird sie angestiftet, ihre
Zauberkraft unredlich einzusetzen und das Goldene Flies zu stehlen.
Fern der Heimat, in Kreons reich, findet das Paar Unterschlupf, bekommt
zwei Kinder und richtet sich ein. Jason will mehr und plant die Heirat
mit der Tochter des Königs.

Medea wird von Jason verstoßen und soll die Stadt verlassen. Hier
beginnt die Fassung von Heiner Müller, basierend auf der antiken
Version des Euripides.